Quelle Bild: „iStock.com/Kwhisky”

Abwechslung, Spass und Neugierde – was treibt die Menschen in einen Zirkus? Warum gibt es in der heutigen Zeit solch einen Schauerplatz? Wer einen Zirkus mit Tieren besucht unterstützt aktiv massives und brutales Tierleid. Manchmal müssen wir selbst schlucken und es verfolgt uns wieder einige Nächte lang, eigentlich bekommen wir solche Bilder nie aus unseren Köpfen. Wie kann der Mensch so grausam sein? Diese Frage stellt man sich in allen Bereichen des Tierschutzes. Aber auch gerade in unserer diesigen Podcast Folge „Tiere im Zirkus – grausame Qual Tag und Nacht ein Leben lang“, können wir überhaupt nicht in Worte fassen wie unfassbar schlecht es diesen Tieren dort geht. 

Bevor wir Euch aufzeigen möchten was hinter einem Zirkus mit Tieren steckt, möchten wir Euch darum bitten die Online Petition „Tiere im Zirkus verbieten“ bei PETA zu unterschreiben:

Und Euch danach das „60 Sekunden Zirkus“ Video von PETA anzuschauen, wir müssen darauf hinweisen dass diese 60 Sekunden sehr sensible Inhalte beinhalten, keiner schaut so etwas gerne an, aber es passiert, Tag für Tag und nur wer hinschaut und etwas dagegen macht, kann mithelfen, dass dieses grausame Vergehen an Tieren endlich ein Ende hat:

Warum wollen wir Tiere leiden sehen? Oder wissen es die meisten Menschen nicht, das die Tiere im Zirkus das alles nicht freiwillig machen? Es sind absolut unnatürliche Kunststücke, Tiere werden mit Misshandlungen und brutalster Folter zu diesen nicht natürlichen Handlungen gezwungen. Wildtiere sowie Haustiere, alle Tiere die in einen Zirkus hineingeboren werden, oder auch illegal dafür gefangen werden, haben ein Leben voller Schmerz und Trauer, Jahre und Jahrzehnte lang. Ob Elefanten, kamelartige Tiere, Tiger, Löwen, Affen, Pferde, Hunde, Seelöwen, Giraffen, Lamas, Bären und und und – all diese Tiere gehören nicht in einen Zirkus. Und warum? Das erklären wir Euch jetzt.

Einen Samstagsausflug in einen nahegelegnen Zirkus, die Kinder mit dabei, denn wo sieht man schon Elefant, Affe und Co. Und dann auch noch mit lustigen Kunststücken, springend durch einen Feuerreifen mit einem rosaroten Mützchen auf dem Köpfchen, all das gibt es nur in einem Zirkus. Warum springt der Löwe durch einen Feuerreifen? Wildtiere aller Art fürchten Brände und Feuer, Todesängste steigen in ihnen auf. In freier Wildbahn, wo die Tiere zu Hause sind und auch hingehören würden sie niemals freiwillig durchs Feuer rennen. Ebenso wenig macht der Elefant in freier Natur einen Kopfstand, der Hund läuft nicht freiwillig Polonaise und das Pferd nicht auf den Hinterbeinen. Wie bekommen die Dompteure die Tiere dazu? Folterwerkzeuge wie Haken, Stöcke, Peitschen und Elektroschocker sind an der Tagesordnung. Mit brutalster Gewalt schlagen die Zirkusmitarbeiter auf die Tiere ein, wenden perverse Methoden an, die Tiere können sich nicht mal aus der Situation befreien, wenn die Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind, geben die Tiere nach und ergeben sich ihrem Schicksal das Kunststück auszuführen, welches dann nach hundertmaliger Probe bis es das Tier ohne Widerstand ausführt, in der Manege lachend von den Zuschauern beklatscht wird.

Eine ekelhafte Parallel-Welt wird hier offensichtlich, das kann niemand unterstützen wollen.

Das Dressieren von Tieren im Zirkus wird niemals freiwillig und ohne äußerst grässlichste Gewalt möglich sein.

Trauriger Zirkusdackel
Quelle Bild: „iStock.com/Sviatlana Lazarenka

Aber alleine das reicht nicht, sondern was zu dieser schrecklichen Gewalt an Tieren, der aktiven Folter noch hinzukommt, ist, ein Zirkus wechselt seinen Standort pro Jahr zwischen 30 und 60 mal, das heisst die Tiere werden pro Jahr zig male in den minimalistischsten und winzigsten Käfigen durch das ganze Land gekarrt. Bei 40 Grad Hitze, bei Schnee, bei Tag und Nacht. Meist ohne Kontrollen ob Wasser und Nahrung zur Verfügung stehen. Tiere verenden auf diesen Transporten. So kann man sich auch den alten, schwachen und nicht mehr brauchbaren Tieren entledigen. Nach Ankunft am neuen Standort, nach Lärm und klimatischen katastrophalen Zuständen, leiden die Tiere leise weiter. In Boxen, kleinen Käfigen oder klein abgetrennten dunklen Kammern müssen die Tiere die Zeit in der sie uns nicht in der Manege unterhalten, ausharren. 

Wie kann man all das Leid kontrollieren? Die Missstände aufdecken? Wer trägt Verantwortung? PETA beschreibt es so: „Die Kontrolle von Haltungsbedingungen und Gesundheitszustand der Tiere im Zirkus liegt in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer. 2014 teilte die Bundesregierung mit, dass im zuletzt erfassten Berichtsjahr 2011 bundesweit insgesamt 895 amtstierärztliche Kontrollen in Zirkusbetrieben durchgeführt wurden. Dabei stellten die Veterinäre 409 Verstöße gegen die Haltungsanforderungen für Tiere fest – also bei fast jeder zweiten Kontrolle. In Bayern und Berlin wurden in den vergangenen Jahren ebenfalls bei rund 50 Prozent aller amtstierärztlichen Kontrollen in Zirkusbetrieben Missstände und Verstöße bei der Tierhaltung dokumentiert. Für Veterinärämter, die für die Überprüfung des Tierschutzes in Zirkussen zuständig sind, gibt es keine angemessenen Richtlinien, die ihnen bei Kontrollen helfen, tiergerechte Bedingungen beurteilen zu können. Für alle Zirkusse gelten die sogenannten „Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen“ aus dem Jahr 2000. Die darin festgelegten Mindestanforderungen sind jedoch veraltet und an vielen Stellen absichtlich vage formuliert. Dennoch werden sie oftmals sogar unterschritten – teilweise mit stillschweigender Billigung der Amtsveterinäre. Zuständige Amtsveterinäre sind meist erleichtert, wenn Zirkusse nach einigen Tagen weiterziehen. Damit verlassen sie ihren Zuständigkeitsbereich und das Problem „erledigt“ sich von selbst – im besten Fall ohne allzu großen Arbeitsaufwand. Wird es einem Zirkus doch einmal zu „heiß“, entzieht er sich nicht selten den amtstierärztlichen Vollzugsmaßnahmen, indem er über Nacht seine Sachen zusammenpackt und verschwindet – notfalls auch ins Ausland.

Gequälter Löwe Zirkus
Quelle Bild: „iStock.com/AndresRuffo

In Fällen, in denen Tiere wegen schlechter Haltungsbedingungen aus einem Zirkus beschlagnahmt werden müssten, scheuen viele Veterinärämter den damit verbundenen Kosten- und Arbeitsaufwand. Im Gegensatz dazu können engagierte Amtsveterinäre oftmals nicht handeln, weil sie nicht wissen, wo sie die beschlagnahmten Tiere kurzfristig unterbringen können. Nur wenige Zoos sind bereit, aus Zirkussen beschlagnahmte Tiere aufzunehmen, denn an den oftmals verhaltensgestörten und kranken Tieren haben sie wenig Interesse. Bei Tigern und Löwen aus Zirkussen kommt hinzu, dass es sich oft um Inzuchten handelt oder die Tiere nicht „reinrassig“ und somit für die Weiterzucht in Zoos ungeeignet sind.

Mehreren repräsentativen Umfragen zufolge ist die Mehrheit der Deutschen für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus. Auch die Bundestierärztekammer und die europäische Tierärztevereinigung (FVE) haben sich für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus ausgesprochen. Ebenso hat der Bundesrat 2003, 2011 und 2016 in Entschließungsanträgen für ein Verbot bestimmter Tierarten im Zirkus gestimmt. Die Bundesregierung wurde nunmehr also drei Mal von der Länderkammer aufgefordert, ein Verbot zu erarbeiten. Dennoch führte das zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) seine Blockadehaltung im Auftrag der Bundesregierung seit Jahren fort.

Im November 2020 stellte Bundesagrarministerin Julia Klöckner nun einen Entwurf für ein Zirkus-Wildtierverbot vor. Dieser sieht vor, dass Wanderzirkusse künftig keine Giraffen, Elefanten, Nashörner, Flusspferde, Primaten und Großbären mehr anschaffen dürfen. Da jedoch keine Übergangsfrist für die Abgabe der Tiere vorgesehen und das Verbot auf nur wenige Wildtierarten beschränkt ist, würde sich am Leid der Tiere in der Manege nur wenig ändern.

Vor dem Hintergrund der bislang zurückhaltenden Einstellung der Bundesregierung zu einem grundsätzlichen bundesweiten Wildtierverbot in Zirkussen haben viele deutsche Städte in den vergangenen Jahren das Elend der Tiere hinter den Glitzerkulissen der Zirkuswelt erkannt und kommunale Verbote für Zirkusse mit Wildtieren ausgesprochen. Über 100 Städte vergeben keine öffentlichen Flächen mehr an Zirkusbetriebe, die mit bestimmten Wildtierarten anreisen – darunter Köln, Erfurt, Stuttgart, Erlangen, Paderborn, Potsdam und Ingolstadt. Bisher haben 26 europäische Länder wie die Niederlande, Österreich, Belgien und Griechenland aus Tierschutzgründen alle oder bestimmte Tierarten im Zirkus verboten. Sollte die Bundesregierung in Zukunft ein Wildtierverbot im Zirkus beschließen, dann müsste und dürfte in diesem Zusammenhang kein einziges Tier getötet werden, denn eine solche Tötung wäre ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Zudem könnten die rund 1.000 Wildtiere, die derzeit in deutschen Zirkussen gehalten werden, innerhalb einer kurzen Übergangsfrist problemlos in die über 600 landesweiten Zoos, Tierparks, Wildparks und Auffangstationen umgesiedelt werden. Sollte in Ausnahmefällen nicht unmittelbar ein Platz für ein Tier gefunden werden, könnte der jeweilige Zirkus das Tier so lange behalten, bis sich eine geeignete Stelle findet. Das Wichtigste ist zunächst, dass neben Giraffen, Elefanten, Nashörnern, Flusspferden, Primaten und Großbären auch keine anderen Wildtiere mehr für den Einsatz in Zirkussen zugekauft oder nachgezüchtet werden dürfen.“

Trauriges Äffchen Zirkus
Quelle Bild: „iStock.com/ViktoriiaNovokhatska

Alle Tiere die man in der Manege sieht, müssen ein Leben lang Folter und Leid ertragen, der Zuschauer sieht das nicht und wird das auch nie zu Gesicht bekommen. Die Manege alleine dient der Unterhaltung. Wenn Zirkusse nicht weiter besucht werden, die Nachfrage sinkt und man bewusst den Zirkus boykottiert, dann irgendwann, wird es all das Leid so nicht mehr geben. Aktiv können wir mit Petitionen dazu beitragen das Verbot von Tieren im Zirkus endlich als Gesetz zu verankern. Wir Menschen unsere Kinder und Enkel sollen mit Werten und Wertschätzung aufwachsen, Tiere wie Elefant, Giraffe und Tiger kann man eben nicht mal so wie einen Igel oder ein Reh im Wald sehen, wir können nicht alles haben was wir wollen, das müssen wir und unsere Kinder lernen. Kein einziges Argument der Welt billigt einen Zirkus und das damit verbunden Leid der Tiere. Unterhaltung muss in der heutigen Zeit anders funktionieren und nicht mit „des einen Freud, ist gleich des anderen Leid“, einhergehen. 

Das ist pervers und gehört nicht in unsere Gesellschaft, wir fordern ein kompromissloses NEIN zum Zirkus!

Denkt an die Petition, erhebt Eure Stimme für die Tiere, denn sie haben keine, das muss sich ändern, jetzt und nicht irgendwann!

Bär Zirkuss gefesselt
Quelle Bild: „iStock.com/Afonskaya